Kinder im Vorschul- und Schulalter sind dem Arzt- bzw. Krankenhausbesuch gegenüber oft skeptisch eingestellt. Diese Skepsis reicht von der kleinen Angst bis zur großen Panik vor dem Onkel Doktor. Ursächlich für dieses ablehnende Verhalten sind vor allem die unangenehmen Erfahrungen, welche die kleinen Patienten durch frühere Besuchen beim Arzt oder im Krankenhaus oftmals bereits gemacht haben. Dass die picksenden Spritzen bzw. bitter schmeckende Säfte medizinisch durchaus ihren Sinn haben, interessiert den jungen Menschen angesichts der drohenden Gefahr herzlich wenig und kann in diesem Alter natürlich auch noch nicht ausreichend verstanden werden. Allerdings entwickelt sich hieraus eine ablehnende Grundhaltung gegenüber allem "Medizinischen", was weitere Arzt- bzw. Krankenhausbesuche für alle Beteiligten zu einer schwierigen Angelegenheit werden lassen.
Die Teddyklinik möchte genau diesen Tatsachen entgegenwirken. Auf spielerische Art und Weise sollen die Kinder einen Rollentausch vollführen und selber als gesunde "Teddyeltern" mit ihren erkrankten Kuscheltieren ins Krankenhaus gehen. Dort treffen sie auf studentische Teddydoktoren, mit denen sie gemeinsam die Versorgung ihrer kränkelnden Schützlinge vornehmen und erleben. Durch die so gemachten Erfahrungen als Nicht-Betroffene soll dem Arzt- bzw. Krankenhausbesuch vor allem das Unbekannte und Befremdliche genommen werden. Gleichzeitig sollen die Kinder durch ihren Besuch in der Teddyklinik erfahren, dass ein Besuch beim Arzt bzw. im Krankenhaus nicht immer mit unangenehmen Dingen verbunden sein muss.
In Würzburg findet seit dem Jahr 2001 jährlich eine von Studierenden der Human- und Zahnmedizin, und seit 2009 auch der Pharmazie organisierte Teddyklinik auf dem Gelände des Universitätsklinikums statt. Darüberhinaus nimmt die Teddyklinik regelmäßig auch an Benefizveranstaltungen zugunsten der Kinderkrebsstation der Universitätskinderklinik teil (
Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e.V.). Die Würzburger Teddyklinik steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Chr. P. Speer, dem Direktor der Universitätskinderklinik Würzburg.